Shan Lin Shi
Shan Lin Shi

SHAN LIN SHI

Quell im Kieferhain | 山淋溪

Ein erlesener Hochland Grüntee aus den Bergen Taiwans. Shan Lin Shi ist bekannt für seine klare Strenge im Duft und Teegeschmack. Im Gesamteindruck zeichnet sich dieser Hochland Tee jedoch durch seine Zurückhaltung und weicher Eleganz aus. Der Geschmack von Shan Lin Shi erinnert an grüne Wiesen und klare Bergquelle, daher sein Beiname „Quell im Kiefernhain“.

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Hochlandtees aus Taiwan – Shan Lin Shi

In den von Nebel umhüllten Berghängen der Insel Formosa gedeihen die besten Hochlandtees. Begünstigt durch das feuchtkühle Klima, wo die Temperaturen selten über zwanzig Grad ansteigen, werden die besten Hochlandtee produziert. Dabei genügt es nicht – nur die schönen zarten Hochland Teeblätter von Hand zu ernten, sondern es bedarf auch der langjährigen Erfahrung eines Teemeisters, der die wertvollen Teeblätter des Hochlandtees zu veredeln weiß. Der Veredelungsprozess dauert meist zwei Tage und zwei Nächte. In dieser Zeit wacht der Teemeister mit höchster Achtsamkeit über den Veredelungsprozess. Der Veredelungsprozess beinhaltet folgenden Arbeitsschritte kurz zusammengefasst: Nach dem Pflücken werden die Teeblätter unter freiem Himmel kurz ruhen gelassen. Danach folgt das Ruhen im Raum. Wenn genug Wasser aus den Teeblättern entwichen sind, wird der Fermentationsprozess eingeleitet- indem man die Teeblätter leicht knechtet um die Blattstruktur zu brechen. Anschließend werden die Teeblätter wieder ruhen gelassen. Dieser Prozess wird mehrmals wiederholt bis die Teeblätter den richtigen Fermentationsgrad erhalten. Die Fermentation wird mit Hilfe von Hitze gestoppt. Anschließend werden die Teeblätter gerollt und zum Abschluss noch getrocknet.

Es bedarf sehr viel Erfahrung und Können um einen guten Hochlandtee zu produzieren. Jeder dieser Hochlandtees ist ein kostbares Geschenk der Natur. Sie sind einzigartig und offenbaren jeder für sich einen eigenständigen Charakter in Duft und Geschmack, den man mit  Worten kaum gerecht werden kann. Alle diese Hochland -Teesorten empfehlen wir für die chinesische „Gong Fu Cha“  Teezeremonie.

Zubereitungsempfehlung für Shan Lin Shi:

  • Dosierung: 2-3 gehäufte Teelöffel (ca. 5 – 6g) gerollten Teeblätter in die 0,5 L Kanne geben. Bei größerer Kanne entsprechend mehr dosieren.
  • Teeblatt öffnen: Den Tee mit  95°C  heißem Wasser aufgießen und  ca. 5 Sekunden im heißem Wasser schwimmen lassen. Diesen Aufguss dient nur zur Vorwärmen bzw. Öffnen der gerollten Teeblätter. Daher nach ca. 5 Sekunden Ziehzeit das Teewasser abgießen, vorzugsweise in die leeren Teetassen um  diese  auch vorzuwärmen.
  • Ziehzeit: Die vorgewärmten Teeblätter nochmals mit 95°C heißem Wasser aufgießen und zugedeckt ca. 1½ -2 Minuten ziehen lassen.

Tipps fürs Teetrinken von Artee Wir empfehlen bei jedem Aufguss den Tee komplett aus der Kanne abzugießen damit die Teeblätter nicht im Wasser schwimmen und  nachziehen können.

Nach der richtigen Ziehdauer den ersten Aufguss komplett aus der Kanne abgießen und  in die vorgewärmten Teetassen verteilen. Verwenden Sie bei Bedarf eine Zwischenkanne um die Kanne komplett zu entleeren. Auf dieser Weise kann der Tee mehrmals wieder aufgegossen werden.

Tipps fürs Teetrinken von Artee Verwenden Sie vorzugsweise kleinere Teekanne für die Zubereitung von Hochlandtees. Gießen Sie den Tee lieber öfter mit frisch aufgekochtem Wasser auf. Der Tee schmeckt frisch aufgegossen viel intensiver und aromatischer.

Der beste Tee der Welt ist verschwendet, wenn man den Tee nicht richtig zubereitet!

Von der Kunst der Teezubereitung – die Gong Fu Cha  (工夫茶) Teezeremonie 

Das Teegeschirr

Bei der Gong Fu Cha Teeeremonie finden finden neben der Zeremonienkanne aus Yixing-Ton, eine Zwischenkanne sowie Riech- und Trinktassen Verwendung. Die Zeremonienkanne ist Objekt künstlerischer Gestaltung ebenso, wie großer Sammelleidenschaft. Groß sind daher die Vielfalt der Formen an Zeremoniekannen.

Das eigentliche Teeset wird ergänzt durch einen Teebetrachter, ebenfalls aus Keramik, ein Teebesteckset (aus Holz oder Bambus) und einer größeren Beistellkanne für das heiße Wasser. Ein Teeschiff aus Bambus oder Holz für das Geschirr steht bereit um überschüssiges Wasser aufzunehmen. Alternativ wird auch manchmal eine größere Tonschale verwendet.

Das Zeremoniengeschirr im Überblick:

  • Kleine Zeremonienkanne aus Yixing Ton
  • Riech – und Trinktassenset
  • Teebetrachter
  • Teezwischenkanne
  • Teeschiff oder Tonschale
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Der Ablauf

Das Vorwärmen des Teegeschirr
Wenn das Wasser im Teekessel zu kochen beginn, dann ist die das Zeichen um die Teezeremonie zu beginnen. Man beginnt die Teezeremonie mit dem Vorwärmen von Zeremonienkanne und Teetassen. Zuerst wird das heiße Wasser aus dem Teekessel in die Zeremonienkanne gefüllt und kurz stehen gelassen, damit der Ton die Hitze aufnimmt. Anschließend wird das heiße Wasser von der Zeremonienkanne in die hohe Riechtassen geleert um diese auch vorzuwärmen.

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Das Vorwärmen der Teeblätter
In der vorgewärmten Zeremonienkanne gibt man den Tee vom Teebetrachter mit Hilfe eines kleinen Teebestecks in die Zeremonienkanne hinein und gießt den Tee mit heißem Wasser auf. Dieser Aufguss dient dem Vorwärmen bzw. Öffnen der gerollten Teeblätter und wird als das „Teeblatt – Öffnen“ bezeichnet.

Durch das Vorwärmen kann das feine Aroma der gerollten Blätter sich so optimal in der kleinen vorgewärmten Zeremonienkanne entfalten. Nach ca. 5 -8 Sekunden Ziehzeit wird der Tee in die Zwischenkanne abgegossen und anschließend in die Trinktassen verteilt um auch diese vorzuwärmen.

Der erste Teeauguss
Nun, nachdem sowohl das Teegeschirr als auch die gerollten Teeblätter vorgewärmt sind, wird der eigentliche Tee zubereitet. Hierbei muss besonders auf die richtige Wassertemperatur und Ziehzeit geachtet werden. Nach einer Ziehdauer von ca. 40 bis max. 60 Sekunden wird der Tee in die Zwischenkanne abgegossen und anschließend in die Riechtassen verteilt. Erst über diesen Umweg gelangt der Tee dann in die Trinkschale, wodurch die richtige Trinktemperatur erlangt wird.

Teeduft wertschätzen
Noch bevor der Tee in kleinen Schlucken getrunken wird, wird durch intensives Riechen an den Riechtassen, der zarte Duft des Hochland Tees ausgekostet. Bei der Gong Fu Cha Teezeremonie kann der Tee in der kleinen Yixing Kanne 6 -8 mal wieder aufgegossen werden, wobei die Intensität des Tees mit der Häufigkeit des Aufgießens abnimmt.

Teeblatt bewundern
Nachdem der Tee ausgetrunken ist, steht noch das „Tee – Bewundern“ an. Mit Hilfe einer kleinen Bambuszange werden die aufgegossenen Teeblätter aus der kleine Zeremonienkanne geholt und den Gästen gezeigt, wobei die schier unglaubliche Fülle der ganzen Teeblätter wohl in jedem Teeliebhaber Bewunderung weckt.

Das Beenden der Teezeremonie
Als Abschluss der Teezeremonie werden alle Teegeschirr wieder auf dem Teeschiff aufgestellt, die Anordnung sollte genauso sein wie am Beginn der Teezeremonie – Ein geschlossener Kreislauf, der Beginn ist wie das Ende. Das Wasser im Teekessel wird nochmals aufgekocht und sämtliches Teegeschirr wird mit heißem Wasser übergossen und symbolisch gereinigt. Mit einer tiefen Verbeugung des Gastgebers als Ausdruck der Dankbarkeit wird die Teezeremonie schweigend beendet.

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Die chinesische Gongfu Cha Teezeremonie

Die chinesische Kunst der Teezubereitung ist auch die Kunst seine Sinne wieder zu entdecken. Die Regeln der Zeremonie befolgend, lassen Sie die bewusste Teezubereitung zu einer kleinen Meditation werden. Eine Reise in das Jahrtausende alte Trinkritual.

Das Teehaus Artee bietet regelmäßig Morgenteezeremonien an.