AktuellesRund um Tee

TEE & RAUM FÜR ZWEI

ein neuer Ort

ein alter Raum

ein neues Gespräch

ein guter Tee

Die Welt entwickelt sich generisch. Ein paar Influencer posten über einen Ort, schon steht die halbe Followerschaft in den Dolomiten Schlange und will auf die Drei Zinnen. Und plötzlich finden sich noch mehr Fotos und Videos von diesem Ort im Netz. Bis er überlaufen ist, die Einwohner dem Boom nichts mehr abgewinnen können und die Geschichte über die Drei Zinnen schon viele Male erzählt ist, sodass sich nichts Neues mehr daran finden lässt.

Abgeknabbert, durchgekaut, von allen Winkeln bildlich festgehalten – braucht man wirklich nicht mehr auf die Drei Zinnen zu wandern um einmal dort gewesen zu sein. Das Besondere ist dann doch nicht mehr so Besonders.

Wir sitzen derweilen, wo wir schon immer waren: im Teehaus.

Wir denken derweilen darüber nach was die Tee Community über die Teehäuser fragt: Sind das die neuen Bars?

Und soviel können wir darauf antworten, denn diesen Sommer haben wir den „alten“ kühlen Teeraum im Untergeschoß für uns wiederentdeckt:

Als Ausgangspunkt eine kleine Geschichte aus dem sommerlichen Teehaus Alltag:

Ein junger Mann kommt ins Teehaus und tritt zurückhaltend an den Verkaufstisch. Er fängt zögerlich an zu erzählen, dass sein Frühstückstee seit einiger Zeit ein Grüntee im Teebeutel (einer bekannten Marke) ist und er jetzt doch gerne auf losen, d.h. hochwertigen Tee umsteigen mag. Seine Begleiterin meint er soll uns den Teebeutel zeigen, damit wir den richtigen Tee für ihn aussuchen können. Doch der junge Mann ist in das Teeuniversum bereits eingetaucht und meint, dass dies nicht notwendig sei. Im Raum steht ein Satz und der muss nicht ausgesprochen werden: Der Tee in unserem Teehaus ist nicht zu vergleichen mit dem Tee in seinen bisherigen Teebeuteln.

Wir finden zwei gute japanische Grüntees für den Alltag in unserem Sortiment, die ihm ein neues Dufterlebnis bescheren und wahrscheinlich eine neue Freude beim Morgentee. Wir werden es allerdings erst wissen, wenn der Kunde wieder kommt.

Während der Tee frisch abgepackt wird, widmen die beiden sich dem Teegeschirr und der junge Mann hat fleißig recherchiert und kann seiner Begleiterin bereits eine Zuordnung von unterschiedlichen Teekannen zu unterschiedlichen Tees geben. Ein Kyusu für japanischen Grüntee wird schon als bevorstehendes Geburtstagsgeschenk auserkoren.

Wir beobachten, dass immer mehr Menschen (nicht nur junge) Tee als Getränk und oftmals auch als entschleunigendes Ritual entdecken. Sie bestaunen das umfangreiche Teegeschirr Sortiment und fangen den Teeduft ausgewählter Teedosen ihrer Lieblingskategorie ein: dunkler Oolong, japanischer Sencha, taiwanesischer Hochlandtee, ….

Sie fragen, ob man hier Teetrinken kann und zeigen auf den massiven Holztisch oder den Teetisch am Tatamiplatz vorm Tokonoma. Unsere Antwort blieb immer gleich: Nein, leider ist kein Teetrinken oder -verkosten möglich.

Es wäre so einladend und ruhig hier, das wäre so schade, dass wir das nicht anbieten. Und dann verbringen sie noch ein paar Minuten im Teehaus mit einer Tasse Tee, den wir eigentlich für uns selbst aufgegossen hatten.

Man tauscht sich aus über den Geschmack, man findet noch eine Teeerinnerung, die es Wert ist zu erzählen an diesem Teeort und dann möchte man natürlich noch länger bleiben.

Doch wir müssen weiter …

Also zurück zu unserem „alten“ Teeraum im Untergeschoss. Er ist kühl – ideal im Sommer. Er bietet einen authentischen Teeplatz für zwei Personen vor einem Tokonoma auf Tatamimatten. Wir sind im Teehaus, d.h. es gibt guten losen Tee passend zur Saison und passendes Teegeschirr um das Ritual des Viele-Male-Aufgießens zu praktizieren. Hier kann man länger verweilen, sich von der Welt draußen ein wenig zurückziehen. Hier kann man ein ruhiges Gespräch führen und sich Zeit nehmen für die Gedanken und Ideen des anderen.

Für uns erprobt können wir sagten, dass unser „alter“, kühler und authentischer Teeraum auch für uns ein neuer Ort für ein Zusammentreffen von gutem Tee und wertvollen Gesprächen ist. Wir kommen in einen neuen Rhythmus, wenn wir uns dort niederlassen. Wir erleben noch intensiver die Aufgüsse, die sich verändern. Wir sprechen über die Architektur des Raums (einst von Architekturstudenten gebaut), sprechen über die Jahreszeit, wertschätzen die Keramik die wir in Händen halten und freuen uns, dass wir uns im Hier und Jetzt Zeit nehmen für einen wertvollen Austausch zu Projekten und Ideen und noch mehr um einfach DA ZU SEIN.

Also diesen Sommer gilt: Ja, sie können im TEEHAUS ARTEE Tee trinken.

2 Stunden exklusive Raummiete unseres Teeraums im Untergeschoss im Zeitraum: Dienstag – Freitag 14:00 – 17:00 Uhr

Dafür nehmen sich Zeit zu zweit und senden uns gerne Ihre Buchungsfrage über die Gong Fu Cha Seite.

https://www.gongfu-cha.at/tee-und-raum-fuer-zwei/

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